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Jürgen Basedow, gegenwärtig Mitglied der Monopolkommission, fasst in diesem Buch seine Erfahrungen mit der Deregulierung in ganz verschiedenen Wirtschaftsbereichen zusammen. Dabei geht es um Deregulierungspflichten des EG-Rechts, um den Zusammenhang von Deregulierung und Harmonisierung sowie um die Rolle des Wettbewerbsrechts auf deregulierten Märkten.
Die Freiheit der wirtschaftlichen Betätigung ist in Deutschland nach wie vor durch eine Vielzahl staatlicher Eingriffe beschränkt. Die Deregulierungsphase zu Anfang der neunziger Jahre hat zwar einige Märkte dem Wettbewerb geöffnet, ist aber in vielen Sektoren ohne Wirkung geblieben. Die deutsche Wirtschaftspolitik ist seit mehreren Jahren durch eine zunehmende Verwässerung wettbewerblicher Prinzipien gekennzeichnet (z.B. publikumswirksame Rettung insolventer Unternehmen, die eigentlich aus dem Markt ausscheiden müssen). Prägend sind auch zahlreiche Eingriffe in den Arbeitsmarkt und das Regime mehrerer Berufe die allesamt darauf ausgerichtet sind, Bestandsschutzinteressen zu wahren. Auch fiskalische Belange des Staates setzen sich, wie die Verlängerung des Briefmonopols zeigt, gegenüber den grundsätzlichen Bekenntnissen zum Wettbewerbsmodell leicht durch.
Der Autor hebt immer wieder die deregulierende Wirkung des europäischen Gemeinschaftsrechts hervor und thematisiert die Zusammenhänge zwischen der Deregulierung der Märkte in der Europäischen Union und der Harmonisierung der Wettbewerbsbedingungen. Nicht zuletzt wird die Bedeutung des Wettbewerbsrechts als Garant der wirtschaftlichen Freiheit auf den deregulierten Märkten betont.
I. Allgemeines (Deregulierung, Wettbewerbspolitik, Dienstleistungen)
II. Binnenverkehr (Verkehrspolitik
III. Luft- und Seeverkehr
IV. Post
V. Versicherung und Finanzdienstleistung
VI. Beruf, Arbeit, Handel
TT/06.12.2002 ---) Literaturübersichten
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