Abmahn-FAQ V. 1.2

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7. Was ist ratsam, wenn ich in jedem Fall gegen die Abmahnung gerichtlich
vorgehen will?

22 Wenn Aussicht auf Rechtsverteidigung besteht und man sich nach Abwägung aller Umstände entschlossen hat zu kämpfen, empfiehlt es sich nicht zu antworten, sondern selbst die Initiative zu ergreifen und negative Feststellungsklage zu erheben, daß der Anspruch nicht bestehe und unberechtigt erhoben wurde. Damit hat man erst mal das Heft in der Hand und bestimmenden Gang der Dinge. Die greifbaren Vorteile dieses Vorgehens liegen auf der Hand.
    1.   Insbesondere bei Verstößen im Internet kann die negative Feststellungsklage vor einem Gericht eigener Wahl erhoben werden.[2] Zu beachten sind nur die Spezialzuständigkeiten. Wer die Rechtsprechung verfolgt, wird feststellen, daß die Gerichte unterschiedlich erlaßfreudig sind und durchaus unterschiedliche Auffassungen haben.

    2.   Sie bestimmen erst mal den Streitwert.

    3.   Sie bzw. Ihr Anwalt geben den Gang der Dinge vor und setzen schon einmal die ersten Schwerpunkte. Angriff ist bekanntlich die beste Verteidigung und auch bei Richtern ist der Wert des ersten Eindrucks nicht wegzuleugnen. Und schließlich dokumentieren Sie dem Gericht Ihre Entschlossenheit, was den Wert der Darlegungen erhöht und die Berufung befürchten läßt.

    4.   Es besteht also durchaus die Möglichkeit, die Standard-Abmahner an ein anderes ggf. gemeinsames Gericht zu ziehen mit der Folge, daß diese ihren Heimvorteil verlieren würden. [3]